GER: Vokabel: Eine kulinarische Reise

23/02/2022

"L' alimentazione e nutrizione con ingredienti selezionati di qualità - questo è que la cucina italiana fa!" (Angela Barbieri, 2022)

Nun folgt, wie man schon an der auffälligen Caption erkennen kann, ein facettenreicher Beitrag zur italienischen Küche. Es ist der Beginn einer Reihe von Beiträgen, in denen wir eine uns weitgehend unentdeckte Welt erkunden – die Welt der Kulinarik. In dieser Reihe möchte ich die vielen Facetten der italienischen Küche beleuchten, die vor Möglichkeiten des Kombinierens und Erlebens nur so strotzen. Mein Ziel ist es, die wesentlichen Charakteristika dieses Phänomens, insbesondere die einhergehende Geschmacksexplosion, im Detail zu veranschaulichen. Dabei möchte ich mich nicht nur auf die Fakten beschränken, sondern auch praktische Tipps geben, um euch, den eifrigen Liebhabern der italienischen Küche, einen echten Mehrwert zu bieten. 

Die antike Küche Italiens: Wenn wir über La cucina italiana sprechen, meinen wir eine antike Küche regionalen Ursprungs. Jedes nationale Gericht hat sein regionales Pendant – oder besser gesagt: eine regionale Variante bzw. neuartige Umsetzung. In Italien gibt es lokale Speisen und Nahrungsmittel, auch alimenti genannt, die in pasticcerie, rosticcerie und ristoranti täglich angeboten werden. Hier möchte ich dem Leser einige wesentliche Themenvokabeln mit auf den Weg geben, um das Verständnis zu vertiefen. 

Ein weiterer interessanter Fakt: Seit 2010 wird das Wissen um die italienische Küche von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Dies stellt einen enormen kulturellen Wert dar, der weltweit geschätzt wird. Der Italian food trend gehört zu den führenden Ernährungsweisen auf der ganzen Welt und geht weit über einfache Essgewohnheiten hinaus. Es umfasst auch tief verwurzelte Werte und Verhaltensweisen, die eng mit der Kultur verbunden sind. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist La dieta mediterranea, ein verbindlicher Lebensstil, der ein gesünderes und besseres Essverhalten fördert. Sie basiert überwiegend auf frutti di mare, legumi (Gemüse) und frutta (Früchten) und vereint die Essgewohnheiten verschiedener mediterraner Länder wie Italien, Frankreich und auch Griechenland. 

Slow Food und soziale Werte:  Die italienische Esskultur ist stark vom Prinzip des "slow food" geprägt, einem Konzept, das der modernen Fast-Food-Gesellschaft entgegenwirkt. Im Gegensatz zum schnellen und oft massenproduzierten "fast food" setzt das "slow food"-Prinzip auf Qualität und Authentizität statt auf Quantität. Es geht darum, sich Zeit zu nehmen, um zu essen, zu genießen und zu schätzen – ein Wert, der auch in Frankreich vertreten ist. Eine prägnante Definition von "slow food" lautet: "Indica il fatto di mangiare bene riguardo il piacere e il benessere o la maniera tradizionale di mangiare sano", was so viel bedeutet wie: "Es geht darum, gut zu essen im Hinblick auf Genuss, Wohlbefinden und traditionelle gesunde Ernährung." Ein weiteres wichtiges Prinzip ist Il cibo sociale – die soziale Dimension des Essens. In Italien bedeutet dies oft, mit anderen zusammen zu essen und zu plaudern. Wie eine italienische Redewendung sagt: "Si tratta di un'abitudine affezionata per dire di fare due chiacchiere con gli altri" – "Es ist eine liebgewonnene Gewohnheit, bei einem gemeinsamen Essen Gespräche zu führen." Ein entscheidender Bestandteil dieser Esskultur ist auch das "mangiare senza fretta" – das langsame Genießen der Mahlzeiten, ohne Hektik. Diese Werte werden in Italien weiterhin hochgeschätzt und leben auch heute noch in vielen Haushalten und Restaurants fort. 

Einfachheit und Modernisierung: In der italienischen Küche zeichnet sich jedes Gericht durch seine Einfachheit aus. Die Zubereitung basiert auf wenigen, aber hochwertigen Zutaten. Hier gilt das Motto: "weniger ist mehr." Doch die Modernisierung hat auch in Italien Spuren hinterlassen. Heute gibt es zahlreiche Rezepte, die online geteilt werden, um der modernen Gastronomie gerecht zu werden. Zahlreiche Videos, Anleitungen und Shops bieten ihre Dienstleistungen an. Wer tiefer in die Welt der italienischen Rezepte eintauchen möchte, findet eine wertvolle Quelle im Cucchiaio d'argento, einem der bekanntesten Kochbücher Italiens. Die Storia della cucina italiana – die Geschichte der italienischen Küche – ist in teils schwer zugänglichen alten Schriften verankert. Viele Rezepte, die uns heute begegnen, haben einen antiquarischen Charakter, was man auf Italienisch als "tracce fino al tempo dell'antichità" bezeichnet – "Spuren bis in die Antike". 

Traditionelle und industrielle Zubereitung:  In der italienischen Küche gibt es zwei Hauptformen der Zubereitung: die traditionelle, handgemachte "artigianale" und die industrielle "industriale" Methode. Der Vorteil der "alimenti artigianali" liegt darin, dass man ausschließlich mit natürlichen Zutaten – den "prodotti genuini" – arbeitet. Weitere Begriffe in diesem Zusammenhang sind "alimenti biologici" oder "alimenti naturali", was im Wesentlichen dasselbe bedeutet. Diese Aspekte tragen wesentlich zum Verständnis der italienischen Küche bei. Da wir nun die wichtigsten Grundlagen behandelt haben, möchte ich noch einige interessante, teils moderne Fakten ansprechen. 

Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien. Ein interessanter Punkt ist die Differenzierung zwischen Nord- und Süditalien. Im Norden genießen lokale Produkte – die "prodotti cotadini" – einen höheren Stellenwert als im Süden, da landwirtschaftliche Erzeugnisse dort traditionell eine größere Bedeutung haben. Der Sitz vieler großer Lebensmittelkonzerne, wie Barilla & Co., befindet sich ebenfalls in Norditalien. Es gibt noch viele weitere interessante Details zu diesem Thema, aber das würde den Rahmen sprengen.

Pasta und 3D Food: Das Essen der Zukunft.  Kommen wir zu einem weiteren spannenden Thema: Pasta. Sie ist eines der weltweit bekanntesten Produkte der italienischen Küche und wird zu Recht als "cibo dei poveri" bezeichnet – ein einfaches, aber äußerst vielseitiges Gericht. Pasta kann auf viele verschiedene Arten zubereitet werden, wie etwa mit Pesto, Cozze, Polpette oder auch in der klassischen Spaghetti Bolognese-Variante. Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich – von langen oder kurzen Teigwaren bis hin zu glutenfreien oder Vollkorn Varianten. Doch was hat 3D-Pasta damit zu tun? Auf der Expo Milano 2015 wurde ein 3D-Drucker vorgestellt, der futuristische Nudeln herstellt. In Zusammenarbeit mit einem niederländischen Unternehmen brachte Barilla dieses innovative Konzept auf den Markt. Es kombiniert die Tradition der italienischen Küche mit moderner Technologie. Obwohl es eine spannende Entwicklung ist, passt diese Art der Herstellung nicht ganz zum klassischen "Cucina italiana"-Stil. 

"Made in Italy" Ein weiteres Thema, das ich ansprechen möchte, sind die marktwirtschaftlichen Aspekte des italienischen Exports. Fast 97 % aller Soßenflaschen und Konserven, die als "Made in Italy" verkauft werden, sind in Wahrheit nicht immer authentisch. Das Label "Made in Italy" gilt als Garant für Qualität, wird aber in vielen Fällen missbraucht, insbesondere im Agrarsektor, wo "falsi italiani" weit verbreitet sind. Deshalb kaufe ich bevorzugt Produkte von Marken wie Mutti oder De Cecco, die für ihre hohe Qualität bekannt sind. Auch Mulino Bianco ist eine ausgezeichnete Wahl. Als abschließende Gedanken:  Ich liebe italienische Produkte und betrachte sowohl die italienische als auch die französische Küche als Spitzenreiter auf dem gastronomischen Gebiet. 

Bis bald, und danke, dass ihr mich auf meiner kulinarischen Reise begleitet habt – nel mondo culinario. A presto!